Dr. Kerstin Jaunich

Nach dem Abitur studierte ich an der Universität Hildesheim Diplom-Kulturpädagogik mit dem Hauptfach Musik und dem Nebenfach Literatur/Theater/Medien. Ich wurde an den Instrumenten Oboe, Blockflöte und Klavier ausgebildet sowie in Ensembleleitung und Chordirigieren. Als wissenschaftliche Bezugsfächer wählte ich Psychologie und Pädagogik und beschäftigte mich schon früh mit den psychologischen und sozialen Wirkungen und Funktionen von Musik und mit dem Thema „Lebenslanges Lernen“.

Dr. Kerstin Jaunich

Mein beruflicher Werdegang ließ mich zunächst mein zweites Interessengebiet vertiefen, die zeitgenössische Kunstmusik. Ich organisierte Konzert und CD-Produktionen am ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe und leitete das Künstlerische Betriebsbüro/Pressestelle der Musikhochschule Stuttgart. Hier wurde ich 2006 im Fach Musikwissenschaft promoviert mit dem Thema „Musik und Neue Technologien“. Im Anschluss übernahm ich die Leitung der Abteilung „Zeitgenössische Musik“ beim Deutschen Musikrat in Bonn.

Schon während meiner Zeit an der Musikhochschule Stuttgart war ich fasziniert von den Wirkungen von Musik auf hochaltrige und an Demenz erkrankte Menschen und beschäftigte mich mit den Untersuchungen und Aktivitäten der jungen Disziplin Musikgeragogik.

2008 absolvierte ich die Fortbildung „Demenz und Musik“ mit einem Zertifikat der Fachhochschule Münster und arbeite seitdem mit hochaltrigen und an Demenz erkrankten Menschen. Ich gebe musikalische Gruppenstunden und Einzelbetreuungen z.B. im Caritas Alten- und Pflegeheim in Neunkirchen am Brand (Region Erlangen/Nürnberg) sowie in der Tagespflege. 

Daneben unterrichte ich Erwachsene und Senioren an den Instrumenten Blockflöte, Gitarre und Gesang und erhalte regelmäßig Lehraufträge für Musikgeragogik an der Evangelischen Hochschule Nürnberg und der Akademie für Musikpädagogische Ausbildung Baden-Württemberg. In der Berufsfachschule für Altenpflege Forcheim und beim Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. lehre ich Musik in der Aus- und Weiterbildung von Pflege- und Betreuungskräften.

Ich bin Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Musikgeragogik: www.musikgeragogik.de

Pressespiegel

"Musik kennt kein Alter"
Erlanger Nachrichten 12.9.2020
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"Musik gemeinsam gestalten"
Aktivieren 5/2018
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"Wo Worte nicht mehr hinkommen"
Heinrichsblatt 24.9.2017
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"Ganz neue Wunder"
Diskussion Musikpädagogik 62/2014
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Publikationen

  • Lust auf Musik – Mut zur Musik. Musikgeragogik in der Aus- und Weiterbildung von Betreuungspersonen, Ehrenamtlichen und Altenpflegefachkräften, in: Musikgeragogik in der Praxis, hersg. Von Hans Hermann Wickel und theo Hartogh, Münster 2020, S. 213-222
  • Inseln der Erinnerung, Interview in: videlis 12 (2018), S. 12-13
  • „Musik gemeinsam gestalten, in: Aktivieren 5 (2018), S. 32-35
  • „Ganz neue Wunder“. Erfahrungen als Musikgeragogin, in: Diskussion Musikpädagogik 62 (2014), S. 27-31.
  • Artikel und Beiträge in Publikationen des Deutschen Musikrates 2006-2010, z.B. in: Begegnung von West und Ost, Regensburg 2010
  • Dissertation Vom musikalisch-künstlerischen Umgang mit neuen Technologien am Beispiel der Komponisten Ludger Brümmer, Paulo Ferreira Lopes und Kiyoshi Furukawa, online-Publikation 2006
  • Programmhefte, Veranstaltungsprogramme, Hochschulzeitschrift, Pressespiegel etc. an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart 2000-2006
  • Tonsysteme und Tonartencharakteristik in Wilhelm Heinses musikalischen Schriften, in: „Seelenaccente“ – Ohrenphysiognomik“. Musikanschauung E.T.A. Hoffmanns, Heinses und Wackenroders, hrsg. von Werner Keil und Charis Goer, Hildesheim 2000, S. 234-296
  • Minimalismus aus Litauen, in: Positionen. Beiträge zur Neuen Musik 41 (1999), S. 33-36
  • Programmhefte für Konzerte des ZKM Zentrums für Kunst und Medientechnologie 1998-2000